Islandpferde – Wahre Charakterpferde, die unsere Herzen erobern

Tami Leysing • 8. Oktober 2024

Islandpferde - Wahre Charakterpferde, die unsere Herzen erobern

41/2024

Islandpferde sind mehr als nur robuste, kräftige Pferde mit außergewöhnlichen Gangarten. Sie sind Lebensfreude, Abenteuerlust, und Ruhepol in einem – und das Beste daran: Jedes dieser Pferde bringt seine eigene, besondere Persönlichkeit mit. Egal, ob du dich für den ruhigen Partner, den abenteuerlustigen Entdecker oder den eigenwilligen Individualisten begeisterst, unter den Islandpferden findest du garantiert einen Freund fürs Leben. Diese Pferderasse, mit ihren einzigartigen Persönlichkeiten ist Teil unseres Lebens geworden und ich lade dich ein, einen Blick in die Seele dieser zu werfen.

Als eine der ältesten und reinsten Pferderassen der Welt beeindrucken sie nicht nur durch ihre farbliche Vielfalt, sondern auch durch ihre facettenreichen Charaktereigenschaften, die uns in ihrem Verhalten und ihrer Zusammenarbeit mit den Menschen widerspiegeln. Sie strahlen Ruhe und Gelassenheit aus. Ihre beruhigende Präsenz ist für Anfänger und Kinder ein wahrer Segen, weil sie das Gefühl vermitteln, dass nichts schiefgehen kann. Du kannst dich fallen lassen, einlassen und wirst eine unsagbar bereichernde Zeit mit ihnen verbringen.


Die sanften Beschützer – Als Fels in der Brandung
Es gibt Islandpferde, die durch ihre ruhige und besonnene Art beeindrucken. Sie strahlen Sicherheit und Vertrauen aus und schaffen es, mit ihrer Gelassenheit andere zu beruhigen. Die sanften Beschützer sind die perfekte Wahl für Anfänger oder Kinder, da sie für ihre geduldige und verzeihende Art bekannt sind. Diese Pferde begleiten dich auf eine sanfte Weise, die dir das Gefühl geben, stets gut aufgehoben zu sein.

Tipp: Die sanften Beschützer schätzen eine ruhige und bedachte Herangehensweise. Nimm dir Zeit für Streicheleinheiten und belohne sie mit Lob für ihre Geduld. So baust du ein Vertrauensverhältnis auf, das euch beide stärkt.


Die feurigen Entdecker – Immer auf der Suche
Dann gibt es die feurigen Entdecker. Diese Islandpferde sind voller Energie und immer neugierig auf das, was hinter dem nächsten Hügel wartet. Mit einem feurigen Entdecker an deiner Seite wird kein Ausritt jemals langweilig! Diese Pferde lieben die Abwechslung und fordern ihren Reiter gerne heraus, immer wieder Neues auszuprobieren. Sie brauchen viel Bewegung und spannende Aufgaben, um ihr Temperament in positive Bahnen zu lenken.

Tipp: Feurige Entdecker schätzen Herausforderungen und ein abwechslungsreiches Training. Wechsle regelmäßig die Umgebung und Aufgaben, um sie geistig und körperlich zu fordern. Klar definierte Regeln helfen dabei, ihre Energie zu lenken und das gemeinsame Abenteuer sicher zu gestalten.


Die treuen Gefährten – Verlässlich an deiner Seite
Einige Islandpferde zeichnen sich durch ihre unerschütterliche Loyalität und Verlässlichkeit aus. Die treuen Gefährten sind immer für dich da, ob bei langen Ausritten, gemütlichen Stunden im Stall oder sogar auf Turnieren. Sie bleiben ruhig, wenn du sie brauchst, und zeigen in stressigen Situationen, dass sie an deiner Seite sind. Mit einem treuen Gefährten an deiner Seite weißt du, dass du jederzeit auf ihn zählen kannst.

Tipp: Stärke die Bindung zu treuen Gefährten durch liebevolle Zuwendung und gemeinsame Zeit. Belohne sie für ihre Zuverlässigkeit und lass sie wissen, wie sehr du ihre Treue schätzt. So baut ihr eine Freundschaft auf, die ein Leben lang hält.


Die sensiblen Schüchternen – ein Herz voller Feingefühl
Sensibilität und Feinfühligkeit zeichnen die sensiblen Schüchternen aus. Diese Islandpferde sind besonders aufmerksam gegenüber ihrer Umwelt und reagieren auf jede kleine Veränderung. Sie benötigen einen ruhigen und geduldigen Umgang, um sich sicher zu fühlen und Vertrauen aufzubauen. Mit einem sensiblen, schüchternen Islandpferd entwickelt sich eine Beziehung, die besonders tief und intensiv ist.

Tipp: Sei stets behutsam und respektvoll im Umgang mit einem sensiblen Islandpferd. Verwende sanfte Worte und leise Bewegungen, um ihnen Sicherheit zu geben. Wenn du diese Feinfühligkeit respektierst, werden sie dir Vertrauen schenken und sich zu einem treuen Partner entwickeln.


Die eigenwilligen Individualisten – Pferde mit Persönlichkeit
Manche Islandpferde haben eine besonders starke Persönlichkeit und lieben es, ihren eigenen Kopf durchzusetzen. Die eigenwilligen Individualisten sind unabhängig und haben oft eigene Vorstellungen davon, wie die Dinge laufen sollten. Diese Pferde sind intelligent und erfordern eine klare und konsequente Führung, die auf gegenseitigem Respekt basiert. Mit einem eigenwilligen Individualisten an deiner Seite lernst du, wie wichtig es ist, selbstbewusst und geduldig zu sein.

Tipp: Der eigenwillige Individualist schätzt es, wenn du ihm Raum für eigene Entscheidungen gibst. Respektiere seine Unabhängigkeit und sei klar, aber vor allen Dingen konsequent in deinem Umgang. Positive Verstärkung hilft dabei, seine Eigenwilligkeit in produktive Bahnen zu lenken und eine respektvolle Partnerschaft aufzubauen.


Die neugierigen Abenteurer – Immer auf Entdeckungstour
Neugierige Abenteurer sind Islandpferde, die voller Erkundungsdrang stecken. Diese Pferde lieben es, ihre Umgebung zu erforschen und genießen es, ständig Neues zu erleben. Die neugierigen Abenteurer werden dich dazu inspirieren, selbst wieder kindliche Freude an kleinen Dingen zu entdecken und jeden Ausritt zu einem Erlebnis zu machen. Sie sind besonders verspielt und benötigen regelmäßige Herausforderungen, um ihren wachen Geist zu beschäftigen.

Tipp: Biete den neugierigen Abenteurern immer wieder neue Erfahrungen und abwechslungsreiche Aufgaben an. Intelligenzspiele, Geschicklichkeitsübungen und kleine Abenteuer fördern ihren Entdeckergeist und machen sie zu glücklichen und ausgeglichenen Begleitern.


Die gelassenen Mentoren – Verlässlichkeit auf vier Hufen

Es gibt Islandpferde, die die Ruhe selbst sind. Die gelassenen Mentoren haben eine sanfte Ausstrahlung, die alle um sich herum beruhigen. Sie bewegen sich mit Bedacht und sind geduldig im Umgang mit Menschen und anderen Pferden. Ein gelassenes Islandpferd liebt es, in der Natur unterwegs zu sein, und strahlt dabei eine Ruhe aus, die sich auf seine Umgebung überträgt. Diese Pferde sind oft erfahrene Schulpferde und geben sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen ein Gefühl von Sicherheit.

Tipp: Zeige den gelassenen Mentoren ihre Wertschätzung, indem du ihre Ruhe mit ruhigem und freundlichem Umgang erwiderst. Belohne sie für ihre Geduld und nimm dir die Zeit, die sie dir schenken. In ihrer Gegenwart findest du eine Oase der Gelassenheit, die dir im Alltag Kraft gibt.


Die spielerischen Schelme – Stets für einen Spaß zu haben
Manche Islandpferde haben einen außergewöhnlichen Sinn für Humor und bringen ihren Menschen immer wieder zum Lachen. Die spielerischen Schelme lieben es, sich neue „Scherze“ auszudenken und sind oft voller Leben und Energie. Sie sind neugierig und verspielt und benötigen einen Reiter, der ihren Humor schätzt und sie gerne auf ihren Erkundungstouren begleitet. Mit einem spielerischen Schelm an deiner Seite ist jeder Tag voller Freude und Überraschungen.

Tipp: Die spielerischen Schelme brauchen Freiraum für ihren Einfallsreichtum und schätzen kreative Spiele und Beschäftigungen. Achte darauf, ihnen immer wieder neue Möglichkeiten zu bieten, sich auszutoben und ihren Humor auszuleben. Ein abwechslungsreiches Training hält sie bei Laune und macht sie zu einem glücklichen Partner.


Das Besondere an Islandpferden
Islandpferde sind einzigartig. Sie bringen nicht nur den Tölt und den Pass mit, sondern auch eine unbändige Lebensfreude, tiefen Respekt für ihre Umwelt und eine Intelligenz, die uns immer wieder aufs Neue herausfordert. Egal, welcher Charakter dich am meisten anspricht, ein Islandpferd wird dich verändern. Es wird dir zeigen, wie es ist, in einer Welt zu leben, in der Vertrauen und Respekt die obersten Gebote sind. Du wirst lernen, die kleinen Dinge zu schätzen, die Momente, in denen dein Pferd dir zeigt, dass es dir vertraut.

Für uns Islandpferde-Liebhaber sind diese Tiere Freunde, Begleiter, Lehrer und zuletzt sogar Spiegel unserer eigenen Seele. Jeder Ritt mit ihnen, jeder Moment, den wir an ihrer Seite verbringen, erinnert uns daran, was wirklich wichtig ist – nämlich das Vertrauen, die Freundschaft und die Freude, die sie in unser Leben bringen. Wenn du also jemals das Glück hast, einem Islandpferd zu begegnen, dann halte inne, schau ihm in die Augen und lass dich auf dieses Abenteuer ein.

Bildquelle: Instagram Account - schimmel.power.im.viertakt / @maike.heinrichs.photography
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön und einen dicken  Drücker, dass ich dieses wunderbare Foto von Maike verwenden durfte. Bitte besucht ihren Account, ihre Bilder sind einfach bezaubernd!
von Tami Leysing 13. September 2026
KW37/2026 Was braucht es, um gut schreiben zu können? Talent? Eine besondere Begabung für Sprache? Die berühmte Inspiration, die hoffentlich genau dann auftaucht, wenn wir uns an den Schreibtisch setzen? Je länger ich selbst schreibe und je mehr Manuskripte ich als Lektorin begleite, desto weniger glaube ich daran, dass gutes Schreiben vor allem eine Frage des Talents ist. Für mich sind es drei Dinge, die viel entscheidender sind: Lesen. Schreiben. Überarbeiten. Sie gehören zusammen. Und wahrscheinlich hört keines davon jemals auf, wenn wir uns als Autor:innen weiterentwickeln wollen. Lesen verändert sich, sobald wir selbst schreiben Ich lese heute anders als früher. Natürlich kann ich mich noch immer in einer Geschichte verlieren. Aber irgendwo läuft inzwischen eine zweite Ebene mit. Warum funktioniert diese Szene so gut? Weshalb bin ich dieser Figur nach wenigen Seiten so nah? Warum möchte ich unbedingt wissen, was als Nächstes passiert? Und genauso: Warum verliere ich gerade das Interesse? Weshalb berührt mich dieser eigentlich dramatische Moment nicht? Warum fühlt sich ein Dialog künstlich an? Dieses Warum finde ich für das eigene Schreiben unglaublich wertvoll. Denn sobald wir beginnen, Geschichten nicht nur zu lesen, sondern ihre Wirkung zu hinterfragen, lernen wir etwas über unser Handwerk. Dabei können uns ausgerechnet Bücher besonders viel beibringen, die uns nicht gefallen. Statt einen Roman mit einem schnellen "Boah" einfach nicht meins zur Seite zu legen, können wir genauer hinschauen. Vielleicht fehlt der Hauptfigur ein Ziel, das wir wirklich verstehen. Vielleicht werden ihre Gefühle ausführlich erklärt, ohne dass wir sie erleben können. Vielleicht passiert auf zwanzig Seiten eine ganze Menge und trotzdem verändert sich nichts. Oder wir wissen längst, welche Wendung kommen wird, obwohl sie uns eigentlich überraschen sollte. Und irgendwann passiert etwas Spannendes: Wir erkennen dieselben Muster im eigenen Manuskript.
Ein scheckfarbenes Pferd grast friedlich in einer Koppel
von Tami Leysing 5. August 2026
Wie Islandpferde Jugendliche und Erwachsene stärken: Verantwortung, Vertrauen und persönliche Entwicklung – und warum Pferdebücher dabei inspirieren können.
von Tami Leysing 7. Juli 2026
Hinter Wut, Trotz und Coolness stecken oft verletzte Herzen
von Tami Leysing 7. Juni 2026
Tragezeit, Aufzucht, erste Herausforderungen und warum Geduld für Islandpferde so wichtig ist
von Tami Leysing 27. Mai 2026
Warum viele Autor:innen genau an diesem Punkt feststecken und woran du erkennst, dass dein Buch bereit für professionelle Unterstützung ist
von Tami Leysing 26. Mai 2026
Warum kreatives Arbeiten weit mehr ist als Schreiben und jedes Buchprojekt volle Aufmerksamkeit verdient
Holzfiguren in bunten Farben, mit dem Text: die Entstehungsgeschichte meiner Figuren
von Tami Leysing 29. April 2026
Wie entstehen Figuren? Erfahre, wie echte Begegnungen mit Islandpferden die Isilove-Reihe geprägt haben und warum Geschichten aus dem Leben wachsen.
Junge Frau mit Büchern lächelt in die Kamera, dazu der Text: „Selbstvertrauen entsteht im Tun, nicht
von Tami Leysing 12. April 2026
Jugendbücher mit Islandpferden: Erfahre, wie sie Selbstvertrauen stärken, Verantwortung vermitteln und junge Leser:innen auf ihrem eigenen Weg begleiten.
von Tami Leysing 18. März 2026
14/2026 Viele Autor:innen glauben, Spannung entstehe nur durch Verfolgungsjagden, Explosionen oder dramatische Wendungen. Doch die Wahrheit ist: Die stärkste Spannung entsteht oft dort, wo scheinbar „nichts“ passiert. In Blicken. In unausgesprochenen Gedanken. In Entscheidungen, die noch nicht getroffen wurden. Wenn du lernst, Spannung ohne Action zu erzeugen, schaffst du Geschichten, die Leser:innen wirklich fesseln – weil sie emotional involviert sind.
von Tami Leysing 11. März 2026
12/2026 Obsessive Liebe ist ein faszinierendes, aber auch gefährliches psychologisches Phänomen. Wenn der Wunsch entsteht, einen Menschen ganz für sich allein zu besitzen, können toxische Dynamiken entstehen. In diesem Beitrag erfährst du, wie sich obsessive Anziehung entwickelt und warum dieses Thema eine zentrale Rolle in meinem Psychothriller Harsardspiel – Im Netz der Begierde spielt.