Fragst du dich, wo die Zeit bleibt? – Effektives Zeitmanagement für Autor:innen und Leser:innen
Tami Leysing • 15. April 2025
Fragst du dich, wo die Zeit bleibt? – Effektives Zeitmanagement für Autor:innen, Blogger:innen und leidenschaftliche Leser:innen
16/2025
Struktur schaffen, um kreativer zu sein
Als Autor:in oder Vielleser:in jonglierst du mit Geschichten, Gedanken, Ideen und Alltag. Und genau dort liegt oft die Herausforderung: Haushalt, Familie, Freundschaften und Job fordern Energie und Präsenz – und die Zeit fürs Lesen oder Schreiben bleibt auf der Strecke. In diesem Blogbeitrag möchte ich gemeinsam mit dir, mehr Bewusstsein schaffen, für einfaches, aber effektives Zeitmanagement, das deine kreativen Projekte wieder in den Mittelpunkt rücken lässt. Ohne Druck – mit mehr Klarheit, Struktur und Leichtigkeit.
1. Klarheit schafft Fokus – Zeitmanagement als kreative Grundlage
Zeitmanagement bedeutet nicht, jede Minute durchzutakten. Es geht darum, bewusste Entscheidungen zu treffen: Wofür willst du deine Zeit einsetzen? Besonders im Spagat zwischen Alltagspflichten und Kreativität ist ein klarer Fokus Gold wert.
Tipp:
Nutze einfache Methoden wie die Eisenhower-Matrix oder einen strukturierten Tagesplan mit klaren Schreib- oder Lesezeiten. Schon 15 Minuten Reflexion und Klarheit am Morgen können deinen ganzen Tag verändern.
Reflexionsübung:
2. Zeitfresser entlarven – der Kreativitätskiller Nummer eins
- Was ist heute dein gewünschtes Schreib- oder Leseziel?
- Welche Aufgabe aus Haushalt, Job oder Familienalltag könntest du dafür etwas verschieben?
- Bist du bereit, dir diesen Freiraum tatsächlich zu gönnen?
2. Zeitfresser entlarven – der Kreativitätskiller Nummer eins
Scrollst du oft nur kurz durch Instagram – und plötzlich ist eine ganze Stunde weg? Zeitfresser wie Social Media, unklare Aufgaben oder Multitasking rauben uns den Raum für tieferes Denken und bewusste Zeit mit Familie oder für dich selbst.
Tipp:
Blocke gezielte Zeiten ohne Ablenkung. Schreib oder lies in Ruhe – und schütze diese Zeitfenster so, wie du einen wichtigen Termin schützen würdest.
Reflexionsübung:
3. Priorisieren wie ein:e Profi – was wirklich zählt
- Welche 3 Zeitfresser wiederholen sich in deinem Alltag?
- Wie kannst du sie konkret begrenzen – auch im Familien- oder Berufsalltag?
3. Priorisieren wie ein:e Profi – was wirklich zählt
Nicht jede Aufgabe bringt dich deinem Manuskript näher oder schenkt dir ein erfüllendes Leseerlebnis. Setze Prioritäten nach Wirkung und Bedeutung – auch im Hinblick auf Familie, Haushalt und Job.
Tipp: Mach dir täglich bewusst: Was bringt mich heute meinem kreativen Ziel wirklich näher? Wo kann ich bewusst loslassen, um Raum für Kreatives zu schaffen?
Reflexionsübung:
- Welche 3 Aufgaben haben heute die größte Wirkung auf dein Schreib- oder Leseziel?
- Welche Alltagspflicht kannst du vereinfachen oder delegieren?
- Und hast du dein Umfeld darum gebeten, dir diesen Freiraum zu gewähren?
Erkenntnis: Wenn du dich auf das Wesentliche konzentrierst, entsteht neuer Freiraum – auch im Kopf.
4. Planung, die dich nicht einengt – sondern stärkt
4. Planung, die dich nicht einengt – sondern stärkt
Gute Planung hilft dir, dein kreatives Potenzial freizusetzen, ohne deine familiären oder beruflichen Verpflichtungen zu vernachlässigen.
Tipp: Plane Zeitfenster flexibel – z. B. morgens 30 Minuten Schreiben, nachmittags 20 Minuten Lesen, während die Kinder spielen oder der Haushalt ruht.
Reflexionsübung:
- Wann am Tag hast du realistische, ruhige Phasen?
- Wie könntest du diese fest einplanen – und mit Familie oder Partner:in abstimmen?
Erkenntnis: Planung wird zum Dialog – mit dir selbst und deinem Umfeld. Gelingt es dir mal nicht, lass dich nicht unterkriegen und versuche es erneut.
5. Pausen statt Perfektion – kreative Energie statt Dauerstress
5. Pausen statt Perfektion – kreative Energie statt Dauerstress
Die besten Ideen kommen oft in der Pause. Und auch beim Lesen verankern sich Inhalte besser, wenn du zwischendurch innehältst. Auch Alltagstätigkeiten wie Wäsche aufhängen oder Spazierengehen können solche kreativen Pausen sein.
Tipp: Plane mindestens zwei bewusste Mini-Pausen am Tag ein – ohne Bildschirm. Vielleicht mit einem Spaziergang, einem Tee oder 10 Minuten Stille.
Reflexionsübung:
6. Digitale Tools für deinen Schreib- oder Leseflow
- Wann hast du dir das letzte Mal bewusst eine kreative Pause gegönnt?
- Wie fühlte sich das an?
- Lässt du dir die Zeit, die Stille mit regelmäßigem Üben zu etablieren?
6. Digitale Tools für deinen Schreib- oder Leseflow
Apps wie Trello, Notion oder WorkingHours können dich wunderbar unterstützen – wenn du sie gezielt nutzt. Auch Familienkalender oder Haushalts-Apps lassen sich in den kreativen Alltag integrieren.
Tipp:
Entscheide dich bewusst für maximal zwei Tools. Alles andere verwirrt nur. Weniger ist mehr.
Reflexionsübung:
7. Zeit für Kreativität heißt auch: Zeit für dich
- Welche App unterstützt dich wirklich beim Schreiben, Lesen oder Alltagsorganisieren?
- Welche nutzt du nur „weil man das eben macht“ – und könntest du loslassen?
7. Zeit für Kreativität heißt auch: Zeit für dich
Autor:innen verlieren sich oft in Deadlines. Leser:innen im Alltag. Eltern zwischen Familienaufgaben. Berufstätige zwischen E-Mails. Jede dieser Rollen will von uns perfekt erfüllt sein. Dies zu vereinbaren, lebt von innerer Verbindung.
Tipp: Gönn dir täglich einen Moment zum Innehalten. Frage dich: Was hat mir heute gutgetan? Was möchte ich morgen bewusster erleben?
Reflexionsübung:
8. Gemeinsame Schreib- und Lesezeit – Motivation durch Verbindung
Motivation wächst durch Gemeinschaft. Schreibgruppen oder Lesechallenges können Wunder wirken. Und warum nicht mit den eigenen Kindern gemeinsam lesen oder ein Wochenende zum Familienthema „Kreativität“ machen?
- Was war heute dein kreativster Moment?
- Wie kannst du dir mehr davon schaffen – trotz Alltagspflichten?
- Bin ich heute achtsam mit mir selbst gewesen?
8. Gemeinsame Schreib- und Lesezeit – Motivation durch Verbindung
Motivation wächst durch Gemeinschaft. Schreibgruppen oder Lesechallenges können Wunder wirken. Und warum nicht mit den eigenen Kindern gemeinsam lesen oder ein Wochenende zum Familienthema „Kreativität“ machen?
Tipp: Such dir eine:n Schreib- oder Lesepartner:in. Verabredet euch regelmäßig – digital oder persönlich. Oder binde dein Umfeld aktiv ein.
Reflexionsübung:
9. Reflexion – der Schlüssel zu deinem Zeitbewusstsein
- Wer inspiriert dich im Schreiben oder Lesen?
- Wen aus deinem Umfeld könntest du aktiv in deinen kreativen Alltag einladen?
- Oder bist du tatsächlich lieber allein?
9. Reflexion – der Schlüssel zu deinem Zeitbewusstsein
Ohne Rückblick keine Veränderung. Schreib dir am Abend zwei Sätze auf – auch wenn der Tag turbulent war.
Tipp: Halte fest: Was lief heute gut? Was will ich morgen anders machen? Auch kleine Erfolge im Alltag zählen.
Reflexionsübung:
10. Zeit bewusst managen heißt, Raum für Kreativität schaffen
- Wie oft nimmst du dir Zeit zur Selbstbeobachtung?
- Was kannst du daraus für deine kreative Routine lernen – auch zwischen Kinderbetreuung, Einkauf oder Schreibtisch?
10. Zeit bewusst managen heißt, Raum für Kreativität schaffen
Zeitmanagement ist kein starres Konstrukt – sondern ein Geschenk an dich selbst. Für Autor:innen, die schreiben wollen. Für Leser:innen, die bewusst in Geschichten eintauchen wollen. Für alle, die zwischen Alltagspflichten Raum für sich brauchen.
Tipp: Fang klein an. 15 Minuten reichen. Wichtig ist: Du entscheidest bewusst, wie du sie nutzt.
Letzte Reflexionsfrage:
- Was ist deine liebste Schreib- oder Lesezeit am Tag – und wie schützt du sie ab heute besser, auch wenn viel los ist?

KW37/2026 Was braucht es, um gut schreiben zu können? Talent? Eine besondere Begabung für Sprache? Die berühmte Inspiration, die hoffentlich genau dann auftaucht, wenn wir uns an den Schreibtisch setzen? Je länger ich selbst schreibe und je mehr Manuskripte ich als Lektorin begleite, desto weniger glaube ich daran, dass gutes Schreiben vor allem eine Frage des Talents ist. Für mich sind es drei Dinge, die viel entscheidender sind: Lesen. Schreiben. Überarbeiten. Sie gehören zusammen. Und wahrscheinlich hört keines davon jemals auf, wenn wir uns als Autor:innen weiterentwickeln wollen. Lesen verändert sich, sobald wir selbst schreiben Ich lese heute anders als früher. Natürlich kann ich mich noch immer in einer Geschichte verlieren. Aber irgendwo läuft inzwischen eine zweite Ebene mit. Warum funktioniert diese Szene so gut? Weshalb bin ich dieser Figur nach wenigen Seiten so nah? Warum möchte ich unbedingt wissen, was als Nächstes passiert? Und genauso: Warum verliere ich gerade das Interesse? Weshalb berührt mich dieser eigentlich dramatische Moment nicht? Warum fühlt sich ein Dialog künstlich an? Dieses Warum finde ich für das eigene Schreiben unglaublich wertvoll. Denn sobald wir beginnen, Geschichten nicht nur zu lesen, sondern ihre Wirkung zu hinterfragen, lernen wir etwas über unser Handwerk. Dabei können uns ausgerechnet Bücher besonders viel beibringen, die uns nicht gefallen. Statt einen Roman mit einem schnellen "Boah" einfach nicht meins zur Seite zu legen, können wir genauer hinschauen. Vielleicht fehlt der Hauptfigur ein Ziel, das wir wirklich verstehen. Vielleicht werden ihre Gefühle ausführlich erklärt, ohne dass wir sie erleben können. Vielleicht passiert auf zwanzig Seiten eine ganze Menge und trotzdem verändert sich nichts. Oder wir wissen längst, welche Wendung kommen wird, obwohl sie uns eigentlich überraschen sollte. Und irgendwann passiert etwas Spannendes: Wir erkennen dieselben Muster im eigenen Manuskript.

14/2026 Viele Autor:innen glauben, Spannung entstehe nur durch Verfolgungsjagden, Explosionen oder dramatische Wendungen. Doch die Wahrheit ist: Die stärkste Spannung entsteht oft dort, wo scheinbar „nichts“ passiert. In Blicken. In unausgesprochenen Gedanken. In Entscheidungen, die noch nicht getroffen wurden. Wenn du lernst, Spannung ohne Action zu erzeugen, schaffst du Geschichten, die Leser:innen wirklich fesseln – weil sie emotional involviert sind.

12/2026 Obsessive Liebe ist ein faszinierendes, aber auch gefährliches psychologisches Phänomen. Wenn der Wunsch entsteht, einen Menschen ganz für sich allein zu besitzen, können toxische Dynamiken entstehen. In diesem Beitrag erfährst du, wie sich obsessive Anziehung entwickelt und warum dieses Thema eine zentrale Rolle in meinem Psychothriller Harsardspiel – Im Netz der Begierde spielt.






