Schreibe dich zum Erfolg: Die besten Tipps für deinen nächsten Schreibwettbewerb

Tami Leysing • 19. August 2024

Schreibe dich zum Erfolg: Die besten Tipps für deinen nächsten Schreibwettbewerb

34/2024

Ein Schreibwettbewerb ist die perfekte Gelegenheit, deine Geschichten oder lyrischen Texte einem breiteren Publikum vorzustellen und vielleicht sogar einen Preis zu gewinnen. In den kommenden Jahren gibt es zahlreiche Ausschreibungen, die nur darauf warten, von Autoren wie dir entdeckt zu werden. Mit ein wenig Planung und Kreativität kannst du dein Schreiben mit Kurzgeschichten und Wettbewerbe weiter verbessern. Erfahre hier, wie du deine Erfolgschancen maximierst und welche Schritte du unternehmen solltest, um deinen Platz im literarischen Rampenlicht zu sichern.

1. Schreibwettbewerbe als Chance
Schreibwettbewerbe bieten dir mehr als nur die Möglichkeit, Preise zu gewinnen – sie fordern dich heraus, deine kreative Arbeit zu strukturieren und einem klaren Thema anzupassen. Sie helfen dir, deine Fähigkeiten zu schärfen und deine literarische Stimme zu stärken. Ob du gerade erst anfängst oder bereits einige Wettbewerbe hinter dir hast, jeder Wettbewerb bringt dich einen Schritt näher zu deinem persönlichen Erfolg. Lass dich von den Geschichten anderer inspirieren und entwickle deinen eigenen Stil weiter. Verliere nicht den Mut, selbst wenn du bisher nicht gewonnen hast. Jeder Schriftsteller hat seinen eigenen Weg. Nutze die Gelegenheit, um zu lernen, wie du mit einem Thema spielst und es auf deine ganz persönliche Weise zum Leben erweckst.

2. Kreatives Schreiben: Schlüssel zum Erfolg
Kreativität ist der Grundstein eines jeden erfolgreichen Textes. Egal ob Kurzgeschichte oder Gedicht, wichtig ist, dass du deine Ideen klar und prägnant umsetzt. Arbeite bewusst an der sprachlichen Tiefe deiner Texte, denn genau diese Details können den entscheidenden Unterschied machen. Ein Wettbewerbsbeitrag erfordert, dass du mit den Erwartungen der Jury spielst – überrasche sie mit unerwarteten Wendungen oder einer einzigartigen Erzählperspektive. Traue dich, den klassischen Erzählstrukturen zu entfliehen und neue Wege zu gehen. Der Wettbewerb ist auch eine Gelegenheit, verschiedene Stilrichtungen auszuprobieren und deine Fähigkeiten zu erweitern. Behalte dabei die Vorgaben der Ausschreibung im Auge, um sicherzustellen, dass dein Werk alle formalen Anforderungen erfüllt. So stellst du sicher, dass du nicht nur inhaltlich, sondern auch technisch punkten kannst.

3. Inspiration und Ideenfindung
Lass dich von den Themen und Vorgaben der Wettbewerbe inspirieren. Oft helfen dir vergangene Anthologien oder preisgekrönte Werke anderer Autoren dabei, neue Ideen zu entwickeln. Auch das Lesen in verschiedenen Genres kann dir frischen Wind für dein eigenes Schreiben geben. Vielleicht entdeckst du ein bisher vernachlässigtes Genre, das genau zu deinem Schreibstil passt? Halte deine Augen offen für aktuelle Ausschreibungen und scheue dich nicht, neue Erzähltechniken auszuprobieren. Denke daran: Mut und Experimentierfreude sind oft die besten Katalysatoren für eine originelle Geschichte. Um den kreativen Fluss zu fördern, ist es manchmal auch hilfreich, sich in fremden Bereichen umzusehen. Schau dir aktuelle gesellschaftliche Themen an oder vertiefe dich in wissenschaftliche oder historische Recherchen, oft findet man hier unerwartete Impulse.

4. Schreibstil und Struktur: So überzeugst du die Jury
Ein klarer und einnehmender Schreibstil ist entscheidend. Versetze deine Leser direkt in die Welt deiner Geschichte, indem du lebendige Bilder schaffst und Emotionen gekonnt transportierst. Verwende aktive Sprache, um Dynamik zu erzeugen, und passe deinen Stil an die Anforderungen des Wettbewerbs an. Das bedeutet, dass du dich nicht nur auf die Zeichenbegrenzung oder das Thema konzentrierst, sondern auch sicherstellst, dass dein Text eine starke Struktur hat. Eine packende Einleitung, ein gut entwickelter Hauptteil und ein denkwürdiger Schluss sind essenziell, um die Jury zu überzeugen. Achte besonders darauf, dass deine Figuren glaubwürdig agieren und deine Handlung logisch aufgebaut ist. Es ist hilfreich, deine Geschichte aus Sicht eines neutralen Lesers zu betrachten: Reißt die Handlung mit? Werden die Charaktere lebendig?

5. Feedback: Ein Muss vor der Einreichung
Bevor du deinen Text einreichst, hole dir unbedingt Feedback von anderen Autoren oder aus deinem Netzwerk. Objektive Meinungen helfen dir, blinde Flecken zu entdecken und deine Texte weiter zu verbessern. Frage gezielt nach Kritikpunkten und ermutige dein Feedback-Team, ehrlich zu sein. Diese Rückmeldungen sind wertvolle Werkzeuge, um deine Texte auf das nächste Level zu bringen und deine Chancen im Wettbewerb zu maximieren. Nutze außerdem die Möglichkeit, selbst an Schreibgruppen teilzunehmen. Durch den Austausch mit anderen Autoren lernst du nicht nur deine eigenen Schwächen kennen, sondern kannst auch von den Stärken anderer profitieren.

6. Zeitmanagement: Der Schlüssel zum Erfolg
Plane ausreichend Zeit für den gesamten Schreibprozess ein, von der Ideenfindung bis zur finalen Überarbeitung. Setze dir klare Ziele und arbeite diszipliniert darauf hin, damit du nicht in Stress gerätst. Ein gut durchdachter Zeitplan gibt dir die Freiheit, kreativ zu sein, ohne dabei die wichtigen Deadlines aus den Augen zu verlieren. Vergiss nicht, Pausen einzuplanen, um frische Inspiration zu tanken. Je besser dein Zeitmanagement, desto mehr Raum bleibt für den Feinschliff deiner Texte. Besonders hilfreich ist es, regelmäßige Schreibzeiten in deinen Alltag zu integrieren. Schreibe täglich, auch wenn es nur kleine Abschnitte sind, so bleibst du kontinuierlich im kreativen Fluss.

7. Mit Herzblut schreiben
Deine Leidenschaft für das Schreiben sollte in jedem Satz deines Textes spürbar sein. Schreibe mit Hingabe, und lass deine Leser an deinen Emotionen teilhaben. Authentizität ist der Schlüssel zu einem Text, der berührt und in Erinnerung bleibt. Wenn du mit Herzblut schreibst, wird das auch die Jury merken und dein Werk besonders wertschätzen. Scheue dich nicht davor, persönliche Erlebnisse oder starke Emotionen in deine Geschichten einfließen zu lassen, das macht deine Texte lebendig und einzigartig. Gerade in Schreibwettbewerben, wo oft viele Beiträge eingereicht werden, ist es deine persönliche Note, die dich herausstechen lässt.

8. Die letzten Schritte vor der Einreichung
Bevor du deinen Text abschickst, überprüfe ihn nochmals gründlich. Achte auf Details wie Zeichenanzahl, Themenvorgaben und formale Anforderungen. Ein sorgfältiger letzter Blick kann entscheidend sein, um sicherzustellen, dass dein Text perfekt zur Ausschreibung passt. Bereite dich vor, indem du dir Feedback einholst und eventuelle Schwächen noch rechtzeitig ausbügelst. Wenn du alles gegeben hast, schicke deinen Beitrag mit Zuversicht ein und freue dich auf das, was kommen mag. Lerne auch, mit Rückschlägen umzugehen. Nicht jeder Text wird sofort gewinnen, aber jeder Wettbewerb bringt dich ein Stück weiter auf deinem Weg.

Wirf einen Blick in die aktuellen Schreibwettbewerbe, vielleicht bist du inspiriert und startest gleich drauf los

Treffpunkt Schreiben – Wettbewerbe: Diese Seite bietet eine Übersicht über zahlreiche deutschsprachige Schreibwettbewerbe für unterschiedliche Genres und Zielgruppen. Besonders hilfreich ist der umfassende Kalender, der Autoren ermöglicht, gezielt nach aktuellen Ausschreibungen zu suchen.

Epubli – Schreibwettbewerbe: Epubli stellt regelmäßig aktualisierte Listen von Schreibwettbewerben zur Verfügung und legt besonderen Wert auf solche, die Self-Publishern und unabhängigen Autoren eine Plattform bieten. Hier findet man Wettbewerbe mit Chancen auf Veröffentlichungen und Preise.

Piper – Schreibwettbewerb: Der Piper Verlag organisiert regelmäßig eigene Schreibwettbewerbe und Ausschreibungen, die oft mit der Chance auf eine Veröffentlichung beim renommierten Verlag verbunden sind. Diese Wettbewerbe richten sich häufig an ambitionierte Autoren, die den Sprung in die professionelle Verlagswelt wagen möchten.

Übung macht den Meister
In diesem Interview von Zeilenschlinger bekommst du einen tollen Einblick. 
In Schreibwettbewerben kannst du dich in verschiedenen Textarten und Themen ausprobieren. Los geht´s!
von Tami Leysing 13. September 2026
KW37/2026 Was braucht es, um gut schreiben zu können? Talent? Eine besondere Begabung für Sprache? Die berühmte Inspiration, die hoffentlich genau dann auftaucht, wenn wir uns an den Schreibtisch setzen? Je länger ich selbst schreibe und je mehr Manuskripte ich als Lektorin begleite, desto weniger glaube ich daran, dass gutes Schreiben vor allem eine Frage des Talents ist. Für mich sind es drei Dinge, die viel entscheidender sind: Lesen. Schreiben. Überarbeiten. Sie gehören zusammen. Und wahrscheinlich hört keines davon jemals auf, wenn wir uns als Autor:innen weiterentwickeln wollen. Lesen verändert sich, sobald wir selbst schreiben Ich lese heute anders als früher. Natürlich kann ich mich noch immer in einer Geschichte verlieren. Aber irgendwo läuft inzwischen eine zweite Ebene mit. Warum funktioniert diese Szene so gut? Weshalb bin ich dieser Figur nach wenigen Seiten so nah? Warum möchte ich unbedingt wissen, was als Nächstes passiert? Und genauso: Warum verliere ich gerade das Interesse? Weshalb berührt mich dieser eigentlich dramatische Moment nicht? Warum fühlt sich ein Dialog künstlich an? Dieses Warum finde ich für das eigene Schreiben unglaublich wertvoll. Denn sobald wir beginnen, Geschichten nicht nur zu lesen, sondern ihre Wirkung zu hinterfragen, lernen wir etwas über unser Handwerk. Dabei können uns ausgerechnet Bücher besonders viel beibringen, die uns nicht gefallen. Statt einen Roman mit einem schnellen "Boah" einfach nicht meins zur Seite zu legen, können wir genauer hinschauen. Vielleicht fehlt der Hauptfigur ein Ziel, das wir wirklich verstehen. Vielleicht werden ihre Gefühle ausführlich erklärt, ohne dass wir sie erleben können. Vielleicht passiert auf zwanzig Seiten eine ganze Menge und trotzdem verändert sich nichts. Oder wir wissen längst, welche Wendung kommen wird, obwohl sie uns eigentlich überraschen sollte. Und irgendwann passiert etwas Spannendes: Wir erkennen dieselben Muster im eigenen Manuskript.
Ein scheckfarbenes Pferd grast friedlich in einer Koppel
von Tami Leysing 5. August 2026
Wie Islandpferde Jugendliche und Erwachsene stärken: Verantwortung, Vertrauen und persönliche Entwicklung – und warum Pferdebücher dabei inspirieren können.
von Tami Leysing 7. Juli 2026
Hinter Wut, Trotz und Coolness stecken oft verletzte Herzen
von Tami Leysing 7. Juni 2026
Tragezeit, Aufzucht, erste Herausforderungen und warum Geduld für Islandpferde so wichtig ist
von Tami Leysing 27. Mai 2026
Warum viele Autor:innen genau an diesem Punkt feststecken und woran du erkennst, dass dein Buch bereit für professionelle Unterstützung ist
von Tami Leysing 26. Mai 2026
Warum kreatives Arbeiten weit mehr ist als Schreiben und jedes Buchprojekt volle Aufmerksamkeit verdient
Holzfiguren in bunten Farben, mit dem Text: die Entstehungsgeschichte meiner Figuren
von Tami Leysing 29. April 2026
Wie entstehen Figuren? Erfahre, wie echte Begegnungen mit Islandpferden die Isilove-Reihe geprägt haben und warum Geschichten aus dem Leben wachsen.
Junge Frau mit Büchern lächelt in die Kamera, dazu der Text: „Selbstvertrauen entsteht im Tun, nicht
von Tami Leysing 12. April 2026
Jugendbücher mit Islandpferden: Erfahre, wie sie Selbstvertrauen stärken, Verantwortung vermitteln und junge Leser:innen auf ihrem eigenen Weg begleiten.
von Tami Leysing 18. März 2026
14/2026 Viele Autor:innen glauben, Spannung entstehe nur durch Verfolgungsjagden, Explosionen oder dramatische Wendungen. Doch die Wahrheit ist: Die stärkste Spannung entsteht oft dort, wo scheinbar „nichts“ passiert. In Blicken. In unausgesprochenen Gedanken. In Entscheidungen, die noch nicht getroffen wurden. Wenn du lernst, Spannung ohne Action zu erzeugen, schaffst du Geschichten, die Leser:innen wirklich fesseln – weil sie emotional involviert sind.
von Tami Leysing 11. März 2026
12/2026 Obsessive Liebe ist ein faszinierendes, aber auch gefährliches psychologisches Phänomen. Wenn der Wunsch entsteht, einen Menschen ganz für sich allein zu besitzen, können toxische Dynamiken entstehen. In diesem Beitrag erfährst du, wie sich obsessive Anziehung entwickelt und warum dieses Thema eine zentrale Rolle in meinem Psychothriller Harsardspiel – Im Netz der Begierde spielt.